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Snickerdoodles – amerikanische Zimtkekse

Weiche und saftige Zimt-Zucker-Cookies aus den USA. So einfach und so köstlich: Das beste Snickerdoodles Rezept zum ganz einfach Nachbacken.

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Snicker…what? Oder: Was sind Snickerdoodles?

Zugegeben, sie sind nicht wunderschön anzusehen: Die Oberfläche nie ganz glatt, sondern immer ein wenig uneben, die Farbe gelblich-braun, die Form unspektakulär. Dennoch zählen Snickerdoodles zu den beliebtesten Keksen in den USA, und das nicht ohne Grund: Die Cookies sind außen leicht crisp und innen wunderbar soft – und sie schmecken vollmundig nach Zimt. Schon beim Backen versetzt einen der Duft in ein wohlig-warmes Gefühl, und obwohl ich die amerikanischen Kekse erst seit meinem 20. Lebensjahr denke ich dabei ganz nostalgisch an meine Kindheit zurück, als ich meiner Oma am Küchentisch beim Backen zusehen durfte.

Snickerdoodles gehören zum Back-Kanon der amerikanischen Küche wie auch Cinnamon Rolls oder Gooey Butter Cake. Und das beste daran: Sie sind im Handumdrehen zubereitet und man braucht dafür noch nichtmal irgendwelche ungewöhnlichen Zutaten. Viel Spaß beim Nachbacken – ich bin mir sicher, deine Familie oder Freunde werden die Snickerdoodles über alles lieben und sich immer wieder wünschen.

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Snickerdoodles – ein deutsches Rezept?

Wenn du jetzt denkst, dass Snickerdoodles irgendwas mit dem Schokoriegel „Snickers“ zu tun haben – dann liegst du komplett falsch. Mir ging es zumindest anfangs so, bis ich eines besseren belehrt wurde: Als meine Gastmutter an der amerikanischen Ortsküste für mich Snickerdoodles gebacken hatte, in der Annahme, ihrem deutschen Au-Pair damit eine riesige Freude zu machen. Klar war ich hocherfreut, es gab Kekse – aber zu ihrer großen Überraschung musste ich ihre Frage, ob ich die denn nicht von zu Hause kennen würde, verneinen.

Der Legende nach waren es nämlich deutsche Einwanderer, die das Rezept für die Snickerdoodles Ende des 18. Jahrhundert mit nach Neuengland gebracht haben. Ich habe ein wenig nachgeforscht und es gibt, wie so oft bei englischen Bezeichnungen für Backwaren oder Gerichte, verschiedene Ursprungsgeschichten. Während manche behaupten, dass „Snickerdoodles“ einfach ein Fantasiename ist und rein gar nichts zu bedeuten hat, sagen andere, dass es sich dabei um eine Abwandlung von „Schneckennudeln“ handelt, was auf deutsch ja wiederum der Oberbegriff für Nuss- oder Zimtschnecken ist ist. Da Snickerdoodles auch heute noch auf den Märkten der amischen Glaubensgemeinschaft erhältlich sind, die ursprünglich aus der Schweiz und aus Süddeutsch stammen, erscheint mir diese Erklärung als sehr plausibel.

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Snickerdoodles Zutaten: Das brauchst du

Ein weiterer Pluspunkt, neben dem sehr leckeren Geschmack, ist auch die Tatsache, dass du gar nichts Besonderes besorgen musst, um Snickerdoodles zu backen – die meisten Zutaten wirst du sowieso schon zu Hause haben:

  • Mehl
  • Butter
  • Eier – zwei sehr große oder 3 kleine Eier
  • Zimt – ich bevorzuge diesen Ceylon-Zimt*
  • Zucker – ich nehme gern diesen Rohrzucker*, das Originalrezept ist aber mit weißem Kristallzucker
  • Salz
  • Backpulver
  • Weinstein*

Falls du kein Weinstein bei dir vorrätig haben solltest: Snickerdoodles kannst du stattdessen auch mit Backpulver backen. Falls es die Zeit erlaubt, empfehle ich dir aber dennoch, Weinstein zu kaufen*, denn ersten ist Weinstein im Gegensatz zu Backpulver phosphatfrei und somit gesünder, zum anderen kommt durch den Weinstein ein sehr subtiler herber Geschmack durch, der charakteristisch für die Snickerdoodle Cookies ist.

Snickerdoodles backen: Wichtige Tipps für weiche Cookies

  1. Die Butter und den Zucker vier bis fünf Minuten lang schaumig schlagen. Auch wenn’s nervt: Bitte nicht abkürzen. Nur so können sich die Zuckerkristalle auflösen, zudem wird so der Teig besonders saftig und luftig.
  2. Die rohen Teigkugeln vor dem Ausrollen mindestens zweimal in der Zimt-Zucker-Mischung rollen, damit sie auch wirklich überall damit bedeckt sind.
  3. Die Zimt Cookies nicht überbacken, sonst werden sie zu hart! Wenn der Rand leicht goldgelb gefärbt ist, sind die Kekse schon gut – Zeit, sie aus dem Ofen zu holen. Am besten lässt du sie aber noch eine Weile auf dem noch heißen Backblech, damit sie auch innen gut durchbacken (und dennoch weich bleiben).
  4. Wenn die fertig gebackenen Snickerdoodles ausgekühlt sind, bewahrst du sie am besten in einer Keksdose auf, mit einer Scheibe Brot – so bleiben sie schön weich.
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Snickerdoodles – weiche amerikanische Zimtkekse

Außen crips, innen weich – und überall zimtig: Snickerdoodlessind ein echter amerikanischer Klassiker. Die Zimt Cookies sind mitdiesem original Snickerdoodles Rezept im Handumdrehen zubereitet undschmecken extrem lecker!
Vorbereitungszeit 15 Min.
Zubereitungszeit 10 Min.
Art Gebäck
Land & Region Amerikanisch

Zutaten
  

Snickerdoodles Teig

  • 225 g Butter weich bzw. Zimmertemperatur
  • 300 g Zucker
  • 2 große Eier
  • 350 g Mehl
  • 1.5 TL Weinstein
  • 1 TL Backpulver
  • 1/4 TL Salz

Zimt-Zucker-Garnierung

  • 50 g Zucker
  • 3 TL Zimt am besten Ceylon Zimt

Zubereitung
 

  • Den Ofen auf 200 Grad (Ober&- Unterhitze) vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  • Den Zucker (300g) mit der Butter in einer Schüssel mit dem Mixer schaumig rühren, die Eier dabei nach und nach hinzufügen.
  • In einer zweiten Schüssel das Mehl, mit Backpulver, Weinstein und Salz mischen.
  • Die Mehlmischung zur Zucker-Butter-Eier-Mischung hinzufügen und mit einem Holzlöffel gut verrühren, bis eine cremige, homogene Masse entsteht.
  • In einer kleinen Schüssel den restlichen Zucker (50 g) vermischen.
  • Aus dem Teig kleine Kugeln formen – jede Kugel sollte ungefähr 2 TL Teig beinhalten.
  • Die Teigkugeln mehrfach – mindestens zweimal – in der Zimt-Zucker-Mischung rollen und anschließend mit etwas Abstand auf das Backblech geben.
  • Im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Stufe für ungefähr sechs bis sieben Minuten backen. Die Snickerdoodles sind gut, wenn sie am Rand gelbgold sind.
  • Backblech aus dem Ofen holen und die Cookies weitere fünf Minuten auf dem Blech belassen, anschließend zum Abkühlen auf ein Gitter geben.

Notizen

Die Snickerdoodles schmecken am besten leicht warm, zum heißen Kakao, einer Golden Milk oder natürlich auch zum Kaffee.
Keyword Cookies, Zimtschnecken, cinnamon rolls, cinnamon buns

Snickerdoodles backen: Fragen

Wie weiß ich, ob die Snickerdoodles fertig gebacken sind?

Wenn die Snickerdoodles am Rand goldgelb gebräunt sind, sind sie mit aller Wahrscheinlichkeit fertig. Es gibt aber auch noch einen weiteren Trick: Um zu testen, ob die Snickerdoodle-Cookies fertig sind, hebe einfach den Rand eines Kekses leicht an. Wenn er sich leicht vom Backblech ablösen lässt, sind die Snickerdoodles fertig!

Meine Snickerdoodles sind zu flach, was kann ich tun?

Wenn deine Snickerdoodles etwas flach geworden sind, dann hast du sie wahrscheinlich ein wenig zu lang gebacken. Acht beim nächsten Mal darauf, die Teigkugeln nicht zu sehr platt zu drücken, sondern nur ganz leicht mit der Hand anzudrücken.

Meine Snickerdoodles sind nicht flach genug, woran liegt das?

Manche mögen ihre Snickerdoodles schön flach wie typisch amerikanische Cookies, andere haben sie lieber etwas uneben und höher. Ob ein Snickerdoodle flach und gleichmäßig wird oder hoch und uneben liegt daran, wie sich das Fett beim Backen ausbreitet. Wenn du es lieber flach magst, solltest du die Teigkugeln mit der Hand etwas flach drücken, bevor du die Zimtcookies in den Ofen gibst.

Warum sind meine Snickerdoodles zu trocken oder zu fest?

Neben dem Überbacken kann zu wenig Fett der Grund sein, warum deine Snickerdoodles zu trocken geworden sind. Der häufigste Grund für trockenen Plätzchenteig ist, dass nicht genug Fett im Teig ist. Am Fett solltest du bei den Snickerdoodles also tatsächlich nicht sparen – am fluffigsten werden die Zimtkekse übrigens mit echter Butter.

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