Zuletzt aktualisiert am 15. Juli 2026
Landskrona ist eine Küstenstadt in Skåne im Süden Schwedens, direkt am Öresund zwischen Malmö und Helsingborg. Von Malmö sind es rund 30 Minuten mit dem Öresundståg, von Kopenhagen etwa eine Stunde. Die Stadt bleibt touristisch ruhig und eignet sich als Tagesausflug, als Zwischenstopp Richtung Norden oder als Basis für ein Wochenende in Südschweden.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander: die Zitadelle aus dem 16. Jahrhundert, das Kaltbadehaus am Sund, die älteste Gartenkolonie Schwedens und die vorgelagerte Insel Ven. Ich war mehrere Tage vor Ort, habe die Stadt zu Fuß erkundet und in mehreren Restaurants gegessen. Hier sind meine Beobachtungen und konkreten Tipps.

Beschaulich und hübsch: Landskrona in Südschweden
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Von zentralem Stadthotel bis Spa-Retreat über dem Öresund: Hier findest du alle verfügbaren Unterkünfte in Landskrona auf einen Blick.
Unterkünfte in Landskrona ansehenLandskrona Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
Diese Orte lohnen sich in Landskrona am meisten:
- Zitadelle (Citadellet): Festung aus dem 16. Jahrhundert, umgeben von zwei Wassergräben, mit Spazierwegen und kleinen Läden im Inneren.
- Kallbadhus: neu gebautes Kaltbadehaus am Öresund, erreichbar über einen 300 Meter langen Steg, mit Saunen und offenen Terrassen zum Meer.
- Nya Vattentornet: Wasserturm aus den 1970er Jahren, Orientierungspunkt bei fast jedem Spaziergang in der Stadt.
- Altstadt und Rådhustorget: ruhige Straßen, bunte Holzhäuser, Designläden und Cafés rund um den zentralen Platz.
- Landskrona Museum und Konsthall: Stadtgeschichte am Rådhustorget, zeitgenössische Kunst im Citadelletpark.
- Gartenkolonie: die älteste Kleingartenkolonie Schwedens, entstanden um 1900, mit dem Museumshaus Rothoffs Koloni von 1905.
- Borstahusen: ehemaliges Fischerdorf mit Strand, Galerie und dem Restaurant Pumphuset.
- Ålabodarna: winziges Fischerdorf am Wasser mit rund 40 Häusern und Blick bis Dänemark.
- Skåneleden: Etappen eines der bekanntesten Fernwanderwege Schwedens verlaufen direkt bei Landskrona.
- Insel Ven: autofreie Insel im Öresund, rund 30 Minuten mit der Fähre, ideal als Tagesausflug.
Hast du nur einen halben Tag, schaffst du Zitadelle, Kaltbadehaus und Altstadt bequem zu Fuß. Willst du dazu nach Ven, nach Borstahusen und eine Etappe auf dem Skåneleden wandern, plan lieber zwei bis drei Tage ein. Mir war der zweite Tag den Unterschied wert, vor allem wegen Ven.
Die Zitadelle von Landskrona
Die Zitadelle prägt bis heute das Stadtbild. Der dänische König Christian III. ließ die Festung ab 1549 errichten, der innere Kern wurde 1559 fertig. Die Anlage misst rund 90 mal 90 Meter und ist von einem 30 Meter breiten Wassergraben umgeben. Sie gilt als eine der am besten erhaltenen Festungen des 16. Jahrhunderts in Skandinavien und diente bis 1940 als Gefängnis.
Heute umrunden Spazierwege die Mauern, die Wassergräben spiegeln den Himmel. Im Inneren findest du einen Vintage-Shop mit echten Fundstücken und einen Blumenladen. Für den Rundgang rund um die „Citadellet“, wie sie hier heißt, brauchst du etwa eine Stunde.


Kaltbadehaus mit Blick über den Öresund
Kaltbaden gehört in Schweden zur Kultur, und in Landskrona geht das besonders stilvoll. Das neu gebaute Kallbadhus liegt am Ende eines 300 Meter langen Stegs direkt am Sund. Die Saunen sind schlicht und riechen nach Holz, die Terrassen öffnen sich zum Meer. Mach es wie die Einheimischen: erst aufwärmen, dann rein ins kalte Wasser. Ich habe es getan und kann dir versichern, danach fühlst du dich hellwach.
Der Steg selbst lohnt schon den Weg. Bei klarer Sicht reicht der Blick weit über den Öresund.



Nya Vattentornet – der Neue Wasserturm
Am anderen Ende des Stegs ragt der Wasserturm „Nya Vattentornet“ in den Himmel, ein Betonbau aus den 1970er Jahren. Eher brutalistisch als hübsch, und trotzdem prägt er das Stadtbild. Er begleitet jeden Spaziergang rund um Landskrona und taucht immer wieder auf, so lange, bis man ihn (so ging es mir) gar nicht mehr missen mag.


Landskronas Altstadt entdecken
Zwischen Hafen und Rådhustorget liegt das Herz von Landskrona: ruhige Straßen, bunte Holzhäuser, breite Bürgersteige. Wer sich treiben lässt, entdeckt kleine Cafés, Designläden und Second-Hand-Shops.
Besonders charmant ist das Little Clay Café, eine offene Werkstatt mit angeschlossenem Töpferstudio. Hier bemalst du deine eigene Tasse oder Schale, die später gebrannt wird. Hinter dem Konzept steht Kimberley Stewart aus Südafrika, die sich damit einen langjährigen Traum erfüllt hat.
Auch ein Stück Literaturgeschichte findet sich hier. Selma Lagerlöf, Schwedens erste Literaturnobelpreisträgerin, unterrichtete Ende des 19. Jahrhunderts in Landskrona. Viel erinnert nicht mehr daran, nur eine Plakette an einem alten Haus und der Straßenname Haijskahuset. An der Promenade nahe der Zitadelle steht eine Statue der Schriftstellerin.




Landskrona Museum
Das Landskrona Museum liegt zentral am Rådhustorget in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert. Es zeigt die Stadtgeschichte und kulturelle Entwicklungen der Region. Vor dem Eingang steht die bekannte Skulptur „Non-Violence“ von Carl Fredrik Reuterswärd, ein Revolver mit verknotetem Lauf. Sie ist eines der meistfotografierten Motive der Stadt.

Kunsthalle Landskrona
Die Landskrona Konsthall liegt idyllisch im Citadelletpark und ist ein Ort für zeitgenössische Kunst. In dem lichtdurchfluteten Pavillon werden regelmäßig wechselnde Ausstellungen regionaler und internationaler Künstler gezeigt. Wer sich für moderne Kunst interessiert, sollte hier unbedingt einen Stopp einlegen.


Borstahusen
Etwas nördlich vom Zentrum liegt das ehemalige Fischerdorf Borstahusen, heute ein Ferienort mit Campingplatz, Golfplätzen und kleinen Ferienhäusern. In der Galerie am Hafen wechseln die Ausstellungen, im Sommer lockt der Strand um die Ecke. Die Einheimischen baden hier das ganze Jahr über.
An die Galerie angeschlossen ist das Restaurant Pumphuset, das sich immer wieder neu erfindet. Bei meinem Besuch war die Karte gerade von der spanisch-baskischen Küche inspiriert. So gute Tapas habe ich außerhalb der iberischen Halbinsel selten gegessen.





Fischerdorf Ålabodarna
Ein paar Kilometer weiter, über die Hügel von Glumslöv, liegt das winzige Fischerdorf Ålabodarna. Nur rund 40 Häuser, direkt am Wasser. Wenn du in der Sommersaison dort ist, kehre unbedingt im Hamnkrog ein, einem kleinen Restaurant mit Fokus auf Fisch, Meeresfrüchte und saisonale Zutaten. Der Blick über den Sund reicht bis Dänemark.


Wandern auf dem Skåneleden
Rund um Landskrona verlaufen mehrere Etappen des Skåneleden, einem der bekanntesten Fernwanderwege Schwedens. Besonders lohnend ist die Strecke durch das Naturschutzgebiet Hilleshögs Dalar, wo sich im Frühling eine ganze Wiese mit blühenden Blumen öffnet. Auch die Küstenetappe bei Lill-Olas mit den Resten alter Ziegeleien lohnt sich. Am Strand findest du immer wieder Ziegelbruchstücke.
Der Skåneleden führt direkt an Borstahusen vorbei. Von dort lässt sich gut eine Tagesetappe starten.

Die älteste Gartenkolonie Schwedens
Rund um die Zitadelle beginnt ein anderes Kapitel von Landskrona: die Geschichte der Kleingärten. Die älteste Gartenkolonie des Landes entstand hier um 1900 und ist bis heute ein Mosaik aus Hütten, Beeten, Apfelbäumen und Geschichten. Wer durch die Wege spaziert, sieht ein Jahrhundert Stadtgeschichte im Kleinen.
Besonders sehenswert ist Rothoffs Koloni, ein original erhaltenes Gartenhaus von 1905, das heute als kleines Museum geöffnet ist.


Maryhill Estate & Spa
Hoch über dem Öresund, in den Hügeln von Glumslöv, liegt das Maryhill Estate – ein Rückzugsort zwischen historischer Architektur und modernem Design. Die weitläufige Anlage kombiniert das noble Hill House, das im ehemaligen Schloss Örenäs Slott untergebracht ist, mit dem eleganten, aber gleichzeitig auch sehr lässigen Sugar Club. Hier lässt sich in Lounge-Bereichen mit Kamin entspannen oder in stilvollem Ambiente speisen.
Zum Gelände gehören auch ein Bouleplatz, ein Padelcourt sowie ein Innen- und mehrere Außenpools. Ich war dort für eine Nacht und hätte gut und gerne noch einige Tage mehr dort verbringen können. Mein Highlight – neben dem Relaxen am Pool – war übrigens das sehr üppige Frühstück mit allen Schikanen.



Essen in Landskrona & Umgebung
Kulinarisch hat Landskrona mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick erwartet. Einer der bekanntesten Namen der Stadt ist Smörtaxen – ein kleines Restaurant mit experimenteller Küche, bei dem Plätze oft Monate im Voraus vergeben sind. Wenn du vorhast, hier zu essen, solltest du den Instagram-Account von Smörtaxen im Auge behalten, denn dort werden immer wieder spontan freie Slots angekündigt.
Wer spontan unterwegs ist, hat bei Thimans Vinbar oder im entspannten Matscenen im Theatergebäude mehr Glück, aber auch hier empfehle ich eine Reservierung, vor allem für abendliche Dinner. Klassiker wie Köttbullar stehen hier genauso auf der Karte wie Bouillabaisse oder Pasta.
Wer in Borstahusen unterwegs ist, sollte auch im Kvarteret Erikstorp einkehren – ein beliebtes Restaurant mit großer Terrasse, das saisonale Gerichte mit lokalen Zutaten serviert. Besonders gemütlich ist das angeschlossene Brasseriet, das etwas legerer daherkommt, aber ebenso qualitätsbewusst kocht. Bestelle dort das Dagens Rätt, einen wechselnden Mittagstisch mit Salatbuffet, Hauptspeise und Kaffee. Ich fand das Preis-Leistungs-Verhältnis kaum zu schlagen.



Anreise nach Landskrona
Mit dem Zug: Von Malmö fährt der Öresundståg in rund 30 Minuten nach Landskrona, tagsüber etwa alle 20 bis 30 Minuten. Von Kopenhagen über die Öresundbrücke dauert die Fahrt rund eine Stunde. Landskrona eignet sich damit gut als Tagesausflug von Malmö oder Kopenhagen.
Aus Deutschland mit Fähre und Nachtzug: Ich bin mit der Fähre von TT-Line von Rostock nach Trelleborg gefahren, die Überfahrt dauert etwa sechs Stunden. Danach ging es mit dem Zug über Malmö weiter. Tipp: Wer sich ausruhen möchte, bucht eine Kabine. Tagsüber sind diese deutlich günstiger als bei einer Nachtüberfahrt.
Für den Rückweg habe ich den Snälltåget genommen, der in rund 12 Stunden von Malmö bis Berlin Hauptbahnhof fährt. Günstig ist der Sitzplatz im regulären Abteil, komfortabler das Liegewagen-Abteil, das sich gegen Aufpreis auch zur Privatnutzung buchen lässt.


Übernachten in Landskrona
Landskrona hat für jedes Budget eine passende Unterkunft. Diese drei habe ich vor Ort gesehen oder selbst getestet:
Maryhill Estate* liegt in den Hügeln von Glumslöv, hoch über dem Öresund. Die Anlage kombiniert das historische Hill House im ehemaligen Schloss Örenäs Slott mit dem lässigen Sugar Club. Zum Gelände gehören Bouleplatz, Padelcourt sowie ein Innen- und mehrere Außenpools. Ich war eine Nacht dort und hätte gut mehrere Tage bleiben können. Mein Highlight neben dem Pool war das üppige Frühstück.
Hotel Öresund Conference und Spa* liegt zentral, nur wenige Schritte vom Hafen. Perfekt, um abends durch die Stadt zu spazieren oder morgens direkt zur Fähre aufzubrechen.
Mötesplats Borstahusen* ist die naturnahe Alternative: ein Campingplatz mit Stellplätzen, Ferienhäusern und Hütten, direkt am Wasser, mit kleinem Strand, Kanuverleih und einem 18-Loch-Golfplatz nebenan. Der Skåneleden führt direkt vorbei.
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Tagesausflug zur Insel Ven
Nur rund 30 Minuten dauert die Überfahrt mit der Ventrafiken-Fähre ab dem Hafen Skeppsbron, und schon bist du auf Ven, einer kleinen, fast autofreien Insel mitten im Öresund. Gelbe Mieträder stehen am Hafen bereit, alternativ nimmst du ein E-Bike, denn Ven ist stellenweise hügelig. Besonders schön sind die bunten Häuser in Kyrkbacken, das weiße Kirchlein St. Ibb auf der Klippe und das Museum rund um den Astronomen Tycho Brahe.
Ven verdient einen eigenen Tag. Was du dort alles entdecken kannst, welche Route sich mit dem Rad lohnt und wo du am besten isst, liest du in meinem ausführlichen Artikel zur Insel Ven.


Häufige Fragen zu Landskrona
Was kann man in Landskrona machen?
In Landskrona besichtigst du die Zitadelle aus dem 16. Jahrhundert, badest im Kaltbadehaus am Öresund, spazierst durch die Altstadt am Rådhustorget und besuchst die älteste Gartenkolonie Schwedens. Vom Hafen setzt du mit der Fähre auf die Insel Ven über. Für Wanderer verlaufen Etappen des Skåneleden direkt bei der Stadt.
Wie kommt man von Landskrona nach Ven?
Die Ventrafiken-Fähre fährt vom Hafen Skeppsbron in Landskrona zur Insel Ven. Die Überfahrt dauert rund 30 Minuten, die Fähre verkehrt etwa stündlich. Aktuelle Zeiten und Preise findest du auf ventrafiken.se.
Wie viele Tage sollte man für Landskrona einplanen?
Für die Stadt selbst reicht ein Tag. Mit einem Tagesausflug nach Ven, Borstahusen und einer Wanderetappe auf dem Skåneleden planst du besser zwei bis drei Tage ein.
Wie kommt man nach Landskrona?
Von Malmö fährt der Öresundståg in rund 30 Minuten, von Kopenhagen dauert es etwa eine Stunde. Aus Deutschland reist du mit der Fähre von Rostock nach Trelleborg und weiter per Zug an, alternativ mit dem Nachtzug Snälltåget von Berlin nach Malmö.
Wann ist die beste Reisezeit für Landskrona?
Die beste Reisezeit liegt zwischen Mai und September. Dann fährt die Ven-Fähre am häufigsten, Strände und Restaurants in Borstahusen haben geöffnet, und die Wanderwege sind gut begehbar. Im Frühling blüht das Naturschutzgebiet Hilleshögs Dalar.
Ist Landskrona einen Besuch wert?
Landskrona lohnt sich für alle, die Südschweden abseits der Touristenströme suchen. Die Stadt verbindet Geschichte, Küste und gute Küche auf kleinem Raum und eignet sich als ruhiger Zwischenstopp zwischen Malmö und Helsingborg.
Offenlegung: Diese Recherche wurde durch eine Pressereise auf Einladung von Visit Landskrona und den dazu gehörigen Partnern ermöglicht, vielen Dank dafür!
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