Müde, kalt, Hunger, Pipi? Der Hund hat deine Laufschuhe gefressen? 10 typische Ausreden, die gegen eine Teilnahme beim parkrun sprechen. Und genau so viele Argumente dafür.

1. Ich bin zu langsam

Die Situation: Du bist schon lange nicht mehr gelaufen oder hast es noch nie geschafft, fünf Kilometer am Stück zu laufen. Wenn du läufst, dann langsam. Du hast Sorge, beim parkrun nicht mitzukommen und die anderen Läufer aufzuhalten.

Die Lösung: Komm zum parkrun! Der parkrun hat sich zur Mission gemacht, dass jeder, der gesund ist, 5 Kilometer laufen kann. Egal ob in Wüstenmaus- oder Faultier-Geschwindigkeit. Und, keine Sorge: you’ll never walk alone. Es gibt immer einen parkrun-Volunteer, der das Schlusslicht bildet. Insofern: ganz egal, wie langsam du bist – du wirst nie der oder die letzte sein!

2. Die anderen sind mir zu langsam

Die Situation: Du bist ein sehr ambitionierter Läufer. Gemütliche Frühstücksläufe sind nichts für dich, du willst dich und dein Lauftraining auf das nächste Level pushen. 

Die Lösung: komm zum parkrun! Genau so wie es Läuferinnen und Läufer gibt, die während dem parkrun den letzten Kneipenabend Revue passieren lassen, gibt es Hochleistungssportler, für die der parkrun jede Woche ein Wettbewerb bedeutet. Charlotte Arter hat in Cardiff in Wales den Parkrun Weltrekord gebrochen – mit einer Zeit von 15 Minuten und 50 Sekunden. Sicher, dass dir das zu langsam ist?

3. Das sind ja nur 5 Kilometer

Die Situation: Für die einen sind 5 Kilometer schon eine recht ordentliche Strecke, für dich gerade mal ein Aufwärmtraining. Am Wochenende willst du lange Läufe absolvieren und hast keine Zeit für so einen Pipifax.

Die Lösung: Komm zum parkrun! Laufe deine 5 Kilometer und ziehe dann einfach von dannen. Die Zeitnahme beim parkrun ist schnell und unkompliziert und du kannst dann einfach weiterlaufen – hallo, du bist ja schon direkt auf der Laufstrecke! Beim parkrun Berlin Hasenheide hast du zudem den unschlagbaren Vorteil, dass das Tempelhofer Feld direkt um die Ecke liegt. Deinem samstäglichen Ultralauf steht also wortwörtlich nichts im Weg.

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Keiner muss alleine laufen, dafür sorgt die Schlussbegleitung beim parkrun

4. Immer die gleiche Strecke

Die Situation: Die Vorstellung, jeden Samstag die gleiche Strecke zu laufen, langweilt dich.

Die Lösung: Hier gibt es sogar zwei Lösungen. Die erste lautet: ändere dein Mindset. Es ist garantiert nicht immer die gleiche Strecke. So wie die Jahreszeit, das Wetter und Laune ist auch jedes Mal die Parkrun-Strecke ein klein wenig anders. Lösung Nummer zwei ist weniger spirituell, sondern eine ganz handfeste Zahl: 1.408. So viele Parkrun Standorte gibt es derzeit in 20 Ländern auf der Welt, davon sagenhafte 14 allein in Deutschland. Hier findest du eine Übersicht über die parkrun Locations in Deutschland.

5. …und immer die gleichen Leute

Die Situation: Du hast eigentlich gar keine Lust auf einen Laufclub. Du willst nicht immer die gleichen Leute sehen und dich zum Smalltalk verpflichtet fühlen.

Die Lösung: Siehe Punkt 4. Und: Der Parkrun ist kein Laufclub. Es  gibt viele reguläre Läufer, aber auch jedes Mal Gäste von überall her auf der Welt. Du kannst, wenn du willst hier Freundschaften knüpfen mit anderen Läuferinnen und Läufern – und wenn nicht, dann kannst du auch einfach nur in Ruhe deine Runde drehen.

6. Ich kann grade nicht  laufen

Die Situation: Der Arzt hat dir eine Laufpause verordnet, es zwackt im Bein, du hast einen Schnupfen. Laufen geht gerade echt gar nicht.

Die Lösung: Komm zum Parkrun! Parkrun lebt nur durch das Engagement der vielen freiwilligen Helfer. Ob bei der Zeitnahme oder der Streckensicherung: Volunteers werden immer gesucht. Keine Angst, am Anfang bekommst du ein Briefing damit du genau weißt, was du zu tun hast. Die Parkrun-Läufer werden es dir mit vielen „Thank you, Marshall“ danken. Und dass du damit dein Karmakonto füllst, ist ja eh klar, oder? Freiwillige für Berlin, bitte hier entlang.

7. Samstag morgen um 9? Viel zu früh!

Die Situation: Samstag morgen um 9 ist einfach nicht deine Zeit. Schon gar nicht, um zu laufen.

Die Lösung: Komm zum parkrun! Das Gute daran: Wenn du um 9 Uhr noch nicht richtig wach bist, dann ist es dein Schweinehund auch nicht – super, nicht? Ansonsten kannst du dich einfach mit Vergleichen trösten.Während wir uns in Berlin treffen, mussten die armen Läufer in England noch viel früher aufstehen, schließlich ist es dort dank der Zeitverschiebung ja noch eine Stunde früher. Von den Australiern gar nicht erst zu sprechen. Wie machen die das bloß? 😀

8. Ich gehe lieber frühstücken

Die Situation: Du willst Samstag früh deinen Kaffee und ein schönes Frühstück.

Die Lösung: Komm zum parkrun! Bei vielen Parkruns, wie auch bei dem in Berlin Hasenheide, gehen die Parkrunner danach in ein umliegendes Café um den leergelaufenen Kalorienspeicher schnell wieder aufzufüllen.

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Happy Birthday! Der parkrun Berlin Hasenheide feierte Anfang 2019 seinen 1. Geburtstag

9. Dieser verdammte Hügel

Die Situation: Du bist Parkrunner und läufst gerne flache Strecken. In deinem parkrun ist aber ein Hügel eingebaut, vor dem es dir jedes Mal graut.

Die Lösung: Komm zum parkrun! Punkt 9 ist nämlich meine ureigene Ausrede, nicht zum Parkrun zu erscheinen. Dieser kleine, aber fiese Hügel in der Berliner Hasenheide ruft kurz nach Kilometer 3 jedes Mal ein Gefühl der puren Verzweiflung. Und nach und nach auch ein Gefühl der Euphorie, denn mit jedem Parkrun bezwinge ich ihn ein kleines bisschen einfacher. Fazit: Parkrun ist auch super geeignet für Höhentraining!

10. Der ehrgeizige Truthahn 

Die Situation: Auf deiner Parkrun-Strecke gibt es einen Truthan, der sich jedes Mal ein Wettrennen mit dir liefert. Und jedes Mal gewinnt.

Die Lösung: Komm zum Parkrun! Am Hasenheide Parkrun laufen wir an einem Kinderzoo vorbei, in dessen Gehege es Truthähne gibt. Und einer dieser Truthähne ist ein begnadeter Läufer. Immer, wenn ich daran vorbeilaufe, schauen wir uns in die Augen – und legen los. Ich habe es bisher noch nicht geschafft, schneller als dieser Vogel zu laufen. Aber der Tag wird kommen.

Alle Argumente entkräftet?

Jetzt dürfte deiner Teilnahme an einem parkrun also nichts mehr entgegenstehen. Wie genau das so abläuft und wie du dich registrieren kannst erfährst du in meinem Blogpost über parkrun in Deutschland.