[Werbung, da ich Empfehlungen ausspreche, von denen ich persönlich überzeugt bin]

Ein Besuch mit vielen nostalgischen Momenten in Madrid, mein erster (!) Laufwettbewerb in diesem Jahr, Berlin Marathon und Pierogi in Polen: der September war in jeglicher Hinsicht rasant.

Laufen

43,3 Kilometer – ach blöd, das sind doch tatsächlich 3 Kilometer weniger als im August. Dafür hat im September tatsächlich so gut wie jeder gelaufene Kilometer einfach nur Spaß gemacht…endlich mal wieder! Am allerschönsten: Ganz klar der 10-Kilometer-Lauf in Madrid durch den Retiro-Park bei aufgehender Sonne. Gleich danach: ein weiterer Sunrise-Run, diesmal in Stettin an der Oder entlang. Und richtig schnell für meine derzeitigen Verhältnisse war ich beim Hasenheide ParkRun in Berlin, wo ich zudem Manu von Laufwelt begegnet bin (die mir aber natürlich gleich davongelaufen ist, die Rakete).

koreanischer lauf berlin tempelhofer feld

Meine erste Medaille dieses Jahr. Unten: so sieht koreanisches Barbecue für Vegetarierinnen aus.

Weitaus aufregender als meine Solorunden im Morgengrauen war mein erster offizieller Laufwettbewerb in diesem Jahr. 10-Kilometer ging es rund ums Tempelhofer Feld, beim 5. SON-Kee-Chung Gedenklauf der koreanischen Gemeinde Berlin. Ich finde diesen kleinen Lauf total toll und habe schon zum zweiten Mal teilgenommen. Der Lauf erinnert an den koreanischen Olympiasieger von 1936, der damals unter japanischer Flagge laufen musste. Es gibt ein koreanisches Begleitprogramm mit trommelnden Frauen und Tae Kwan-Do-Kindern, Reden von Botschaftern und Politikern und als Belohnung ein großes koreanisches Barbecue. Jana Bieler, die ebenfalls mitgelaufen ist, hat mich nicht nur ein paar Kilometer begleitet, sondern auch die Eindrücke des Laufs in einem sehr schön gewordenen Video zum SON-Kee-Chung Gedenklauf eingefangen.

Bereiste Orte

Ich war noch über vier Jahren Pause endlich mal wieder in Madrid. Die Stadt, in der ich während meines Studiums ein Jahr gelebt habe und die Stadt, in der ich so frei und glücklich war wie nie zuvor. Mit Freunden haben wir einen Geburtstag gefeiert, bin ich alte Wege abgelaufen und habe neue entdeckt, habe ich endlich die von Nonnen gebackenen Kekse gekauft, wunderschöne Sonnenauf- und Untergänge gesehen, viel zu viel cerverza und café con leche getrunken und die Farbe des Himmels, die nirgendwo so blau ist wie in Madrid, in mich aufgesogen. Falls du noch nie in Madrid warst, denn lies‘ dir hier meine Anfängertipps für Madrid durch – du wirst sofort die Koffer packen wollen, also sei gewarnt! Die Fortgeschrittenen-Version folgt demnächst.

Madrid Gran Via

Der schönste Himmel der Welt ist in Madrid.

Ende September habe ich mal was Neues ausprobiert: gemeinsam mit drei befreundeten Bloggerinnen der Reiseblogger Berlin bin ich zur Bloggercation nach Stettin in Polen gefahren. Was das bedeutet? Zusammen wohnen, zusammen bloggen, zusammen die Stadt entdecken. Wie das war, kannst du bald bei meinen Reisebegleiterinnen lesen. Ich verrate dir schonmal meine kulinarischen Tipps für Stettin, denn dass ich mich nach links und rechts geschlemmt habe kannst du dir ja sicher denken.

Stettin Sonnenaufgang am Westufer der Oder

Stettin am frühen Morgen.

Learnings

80% die du machst sind besser als 110%, die du ewig vor dir herschiebst.

Herausforderungen

Der September war für mich zuckerfrei. Naja, nicht ganz. Gemeinsam mit zwei Bloggerfreundinnen habe ich versucht, mich einen Monat zuckerfrei zu ernähren. Ob und wie das funktioniert hat und warum zuckerfrei nicht gleich zuckerfrei ist, erzähle ich demnächst in einem Blogpost.

zuckerfreies Porridge mit Granatapfelkernen

Zuckerfrei? Garantiert nicht. Gesund? Glaub‘ schon!

Beliebtester Post

Keine Überraschung und keine Kunst: im September wurde mein Infoartikel über den Berlin Marathon am allermeisten gelesen.

Highlights

Die paar wenigen Tage in Madrid waren ein einziges Highlight. Einen bestimmten Moment da herauszupicken, ist fast unmöglich. Die Tapas in den Bars waren mindestens genau so großartig wie das Radfahren am Río Manzanares, das Bocadillo mit Manchego im Museo de Jamón oder die spanische Klamotte im fast leeren Kino.

Highlight Nummer zwei, im wahrsten Sinne des Wortes: Cocktails im höchsten Gebäude von Stettin, im Café 22.

Der dritte unvergessliche Moment war mein Zieleinlauf beim zuvor bereits erwähnten koreanischen Lauf auf dem Tempelhofer Feld. Endlich mal wieder eine Medaille, die mir um den Hals gehängt wurde – und was für eine schöne!

Und noch etwas, was ich nie vergessen werde: als ich als Volunteer beim Berlin Marathon geholfen habe und Eliud Kipchoge an mir vorbei rannte. Gut eine Stunde später hatte er ihn in der Tasche, den Weltrekord für den schnellsten Marathon.

Geschaut

Neben dem spanischen Popcorn-Kinofilm „El mejor verano de mi vida“ bin ich in eine neue Serie eingestiegen und schon total süchtig danach: „Die Telefonistinnen“, im Original „Las chicas del cable.“ Viel Pathos, ein wenig Kitsch, aber: es spielt in Madrid, es ist spannend, die Kostüme sind großartig und ich kann meine doch sehr eingerosteten Spanischkenntnisse endlich wieder aufpolieren.

Gelesen

Spanische Klatschzeitschriften – von „HOLA!“ über „Diez minutos“ bis hin zu „Semana.“ Reine Recherche, versteht sich!

Sonnenaufgänge

Ich kann mich mal wieder nicht entscheiden, welches der schönste vor. Ganz klar vorne mit dabei der Sonnenaufgang über dem Retiro-Park in Madrid sowie am Ufer der Oder in Stettin. Der Sonnenaufgang im heimischen Treptower Park über der Insel der Jugend war aber nicht minder spektakulär.

Sonnenaufgang Stettiner Haff

Morgendämmerung in Stettin.

Pläne für Oktober 2018

Voller Vorfreude und auch ziemlich aufgeregt starte ich in den Oktober. Denn: Mitte des Monats werde ich meinen allerersten Trailrun überhaupt absolvieren. Beim Trails4Germany Finale im fränkischen Kulmbach werde ich über Stock und Stein stolpern…äh fliegen. Nervös bin ich deswegen, weil ich war mein Laufmojo wiedergefunden habe, mir aber das Höhentraining fehlt. Deshalb nehme ich mir für den Oktober zumindest noch ein paar Erklimmungen des Bergs im Volkspark Friedrichshain vor.

Im Zuge dessen werde ich auch mein Bäumchen im Frankenwald besuchen, das ich letztes Jahr gepflanzt habe. Gemeinsam mit Diana von kurzreisenundmeer wollen wir uns vor Ort überzeugen, wie sich unsere Schützlinge so gemacht haben in der Zwischenzeit.

Ach ja und dann findet im Oktober ja noch der beste aller Feiertage statt: der World Porridge Day! Dazu bald mehr auf meinem Großbritannienblog A decent cup of tea.

Happy Oktober allerseits – was war dein persönliches Oktober-Highlight?