[Werbung, da ich Empfehlungen ausspreche, von denen ich persönlich überzeugt bin]

Ein leichter Hoffnungsschimmer am Läuferhorizont, ein Sonnenaufgang der Extraklasse und eine Rückkehr auf meine Lieblingsinsel. Der Juli war ein Guter, auch wenn blogtechnisch das Sommerloch voll zugeschlagen hat.

Laufen

Gut, mit 38,8 Kilometern bekleckere ich micht nicht mit Läuferruhm, aber: das sind doppelt so viele wie im Juni und es besteht die berechtigte Hoffnung, dass sich daraus wieder mehr entwickeln könnte, so dass ich im August dann endlich wieder in eine regelmäßige Laufroutine hereinfinde. Aus dem Laufeinerlei meiner Stralauer Hausstrecke herausgestochen ist ein Lauf in Brandenburg, am Rande der Hochzeitsparty einer Freundin. Frühmorgens, als die anderen Hochzeitsgäste noch schliefen, hab‘ ich mich herausgeschlichten und die vom Hotel empfohlene Joggingstrecke getestet. Aufgrund meines nicht vorhandenen Orientierungssinns wurden aus den ursprünglichen 3 dann 7 Kilometer. Und danach gings zum Abkühlen in den Hotelpool.

pool-van-der-valk-brandenburg

Bereiste Orte

Am 1. Juli war meine letzter Tag meiner Minikreuzfahrt von Southampton nach Hamburg. Einen Bericht über diese doch sehr außergewöhnliche Pressereise ist sehr bald hier zu lesen.

Und gleich schon ging es weiter: Vier Tage Nordengland mit meiner Freundin Anja vom Bodensee. Von unserer Homebase Stockport aus ging es nach Manchester, aber hauptsächlich in den Peak District zum Wandern. Ein paar Meter der Rundwanderung haben uns sogar auf den Pennine Way, Englands ältesten Fernwanderweg geführt. Und das macht definitiv Lust auf mehr. Den Peak District werde ich auf jeden Fall noch mal länger besuchen und bewandern, so viel atemberaubende Naturschönheit habe ich schon lange nicht mehr erlebt — und so freundliche und hilfsbereite Wanderbegegnungen auch nur sehr selten. Most lovely! Die Hilfsbereitschaft war übrigens durchaus vonnöten, denn auch der Orientierungssinn meiner Mitwandererin ist nicht der beste und so ist es uns erst nach ein paar Kilometern aufgefallen, dass wir den Rundweg in die falsche Richtung gelaufen sind. Mehr dazu bald auf meinem Großbritannien-Reiseblog A decent cup of tea.

wandern-peak-district

Ausflug zwei führte mich nach Blankenfelde-Mahlow in Brandenburg, wo zuvor erwähnte Hochzeitsfeier stattfand. Zur Gegend kann ich nicht allzuviel sagen, nur dass um das Van der Valk Hotel drumherum viel Wald war, wenn man einmal die Autobahn und Bundesstraße hinter sich lässt. Ebenfalls in der Nähe ist die Dahlewitzer Heide, die ich auch irgendwann mal sehen will.

Und der Sommer wäre kein Sommer, würde ich nicht mindestens einmal im Monat meine geliebte Uckermark besuchen. Dieses Mal sogar zweimal, denn neben der Haupträucherei in Gerswalde hat mein Bruder nun immer Freitags seine kleine mobile Fischräucherei beim Campingplatz am Oberuckersee stehen. Der Naturcampingplatz empfängt übrigens auch Tagesgäste (Eintritt EUR 2,50), die die kleine und auch im Hochsommer nie überlaufene Badestelle nutzen möchten. Aber nicht weitersagen, gell? Aufgrund eines unfreiwilligen zweistündigen Aufenthaltes kam ich in den Genuss, mir das uckermärkische Städtchen Angermünde anzusehen. Bericht folt, ein erstes Fazit: hübsch!

fischräucherei-warnitz

Learnings

Ich muss Karten lesen lernen. Und einen Kompass besorgen für Gegenden, in denen ich keinen Handyempfang habe.

Herausforderungen

Das ist nun wirklich keine Überraschung und du kannst es wahrscheinlich nicht mehr hören, aber: ich komme überhaupt mal gar nicht mit der Hitze klar.

monatsrückblick-juli-2018

Beliebtester Post

Im Juli war es zu heiß für alles und du und alle anderen meiner Leser nur äußerst selten im Internet unterwegs, was sich an den geringsten Zugriffszahlen seit diesem Jahr bemerkbar gemacht hat. Richtig so: im Juli wird am See in der Gala oder im Ferienroman gelesen und das Internet hat mal Sendepause. Aus Ermangelung anderer Artikel kam aber mein Monatsrückblick für den Juni ganz gut an.

Beliebtester Instagram Post

Mir ging es da ganz ähnlich und auch Instagram durfte sich etwas ausruhen. Knapp gewonnen in der best-of-July-list hat dieser Beitrag über meinen Lauf auf die Insel der Jugend mit meinem Hamburger Besuch Mirjam von freesendeern.

Highlights

Highlight Nummer eins, Du kannst es wahrscheinlich schon erahnen: der Peak District. Und um es noch genauer zu sagen: die Rundwanderung um Edale herum mit anschließendem Pub-Besuch, während England gegen Kroatien bei der Fußball-WM gespielt hat. Definitiv einer der schönsten Tage in diesem Jahr.

peak-district-wanderung

Ebenfalls sehr cool: ich glaube, ich habe mein Läuferfoto-Trauma überwunden. Einen großen Anteil daran hat der wunderbare Fotograf Norbert Wilhelmi, der mich und andere Berliner Läuferinnen und Läufer für laufen.de abgelichtet hat. Auf Läuferfotos scheisse aussehen kann ich zwar immer noch, aber manchmal eben auch ganz gut, wie ich finde.

Das absolute Highlight war aber: die totale Mondfinsternis Ende Juli. Nicht nur, das Phänomen an sich, sondern die spontane Fahrt mit Anja von GoOntravel.de und Synke von Synke unterwegs auf irgendein Feld in Brandenburg. Unser Picknick, unsere Gespräche, ein fantastischer Sonnenuntergang, Fledermäuse, unsere Lichtmalerei mit Langzeitbelichtung und dann eben: dieser Blutmond, den Anja so perfekt mit ihrer Kamera eingefangen hat.

blutmond-berlin

Geschaut

Ich hab’s endlich geschafft, Mad Men fertigzugucken (was für ein Ende…) und bin auf der Suche nach einer neuen Serie auf die Real-Life-Crime-Doku „The Staircase“ gestoßen. Großartig! Aber: keine Spoiler bitte, bin noch mittendrin! Außerdem im Kino den deutschen Film „Lomo“, den ich aber sehr mäßig fand, weil hier so ziemlich jedes Klischee über das Internet, das Bloggen und die Digtitalisierung der Gesellschaft aufgegriffen und überzogen dargestellt wurde. Neuland eben.

 

Gelesen

Viele Texte über das Bloggen, die Kennzeichnungspflicht von „Werbung“ zwischen Notwendigkeit und Wahnsinn. Denn falls du dich wunderst, warum hier plötzlich über jedem zweiten Blogpost „Werbung“ steht, auch wenn es sich nicht um eine bezahlte Kooperation handelt: die Rechtslage will das derzeit so. Oder aber: die Rechtslage ist unklar. Und die Bloggerwelt verunsichert, weil es eben nicht nur „große Influencer“ trifft, sondern auch kleine Instagram-Accounts mit ein paar Hundert Followern – einfach nur, weil sie die Marke ihrer selbstgekauften Kleidung erwähnt haben, ohne dies als Werbung zu kennzeichnen. Ein Fest für windige Abmahnabwälte und gefährliches Halbwissen überall. Es ist gerade einfach nur lästig. Wer es genauer wissen will: Michael von Erkunde die Welt hat einen sehr detaillierten Artikel darüber geschrieben.

Sonnenaufgänge

Wie bereits im Juni angeteasert: Der Juli startet fantastisch mit einem sensationellen Sonnenaufgang: gerade, als das Kreuzfahrtschiff in den Hamburger Hafen einfuhr, ging die Sonne auf. Gänsehaut pur, und das nicht nur, weil ich dabei fast von der Reling runtergeweht wurde.

Einen anderen bemerkenswerten Sonnenaufgang habe ich in Stockport in Nordengland erlebt, wo die Sonne über dem Viadkut aufging. Dass ich beim Fotografieren mitten auf einer Verkehrsinsel stand und um mich rum die LKWs ratterten…who cares.

sonnenaufgang-viadukt