Zwischenfazit Halbmarathon Traingingsplan: die ersten 100 Kilometer

Knapp fünf Wochen laufe ich jetzt schon nach Plan und bereite mich mit der myasics App auf den Müggelsee Halbmarathon im Oktober vor. Die ersten 100 Kilometer sind geschafft. Zeit für eine kleine Bestandsaufnahme: wie klappt’s mit dem planmäßigen Laufen? Was lief, im wahrsten Sinne des Wortes, gut und was ist noch ausbaufähig?

Halbmarathon: Trainingsplan: So fühlten sich die ersten 100 Kilometer an

Lockerer einstieg

An einem Dienstag Mitte Juli begann mein Plan, mit einem sehr lockeren und langsamen 5-Kilometer-Lauf vor meiner Haustür. Die darauf folgenden Wochen gestalteten sich ebenso recht easy: ein paar Fünfer sowie der erste längere Sonntagslauf mit 12 Kilometern. Die Vorgabe es Plans, was die Pace angeht, war aber immer noch recht human. Selbst die schnellste Pace war nie unter 6:30. Mein absolutes Wohlfühltempo also, weshalb ich schnell motiviert war und es mir auch leicht fiel, am Ball zu bleiben.

Erste Steigerungen

Ab Woche drei wurde alles ein bisschen angezogen. Die Läufe wurden nicht länger, dafür hatte ich aber mindestens zwei 8-Kilometer-Distanzen pro Woche zu bewältigen. Und hier fing es an, etwas kniffliger zu werden. Weil ich eben immer noch so langsam bin (und laut Plan auch sein soll), wurde es morgens zeitlich recht eng. Ich muss spätestens um 8 aus dem Haus und davor noch einen 8k hinzulegen war leider nicht immer drin. Nach der Arbeit hatte ich meist andere Verpflichtungen (Freelance-Jobs, Freunde treffen, Bloggen…) weshalb auch das abendliche Laufen nicht ideal war. Mit einer Ausnahme habe ich aber alle Läufe durchgezogen, wenn ich sie auch innerhalb der Woche viel hin- und hergeschoben habe. Das erlaubt der Plan zum Glück.

Da ist sie: die Krise

Kopfweh, Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit: kaum trinke ich ein paar Tage mal keinen grünen Smoothie, schon rächte sich mein Immunsystem. Schon gemein, dabei müsste man doch meinen, dass jemand, der sich so oft an der frischen Luft bewegt wie ich in den letzten Wochen, einigermaßen widerstandsfähig ist. Aber es war einfach nix zu machen: statt zu Laufen verbrachte ich fast eine ganze Woche meinen Feierabend damit, mit Kühlpad auf der Stirn auf der Couch zu liegen und SatC nochmal ganz von vorne zu schauen. Es ist erschreckend, wie schnell man sich an die Untätigkeit und das Rumflezen gewöhnt. Als es mir körperlich wieder besser ging, war es erstmal gar nicht selbstverständlich, dass ich mich als erstes wieder in die Laufklamotten werfe.

Wiedereinstieg

Es hilft ja nix, der Halbmarathon rückt unnachgiebig näher. Dem Kopf geht’s wieder gut, die verlorenen Kilometer werde ich allerdings nicht aufholen können. In Woche sechs steige ich wieder ein in’s Lauftraining. Auf den ersten Kilometern nach der Pause melden sich die altbekannten Wehwechen an Hüfte und Becken zurück. Wird erstmal ignoriert so gut es geht, der nächste Physio-Termin liegt in sehr naher Zukunft. Einige Kompromisse muss ich dann doch eingehen, manchmal reicht die Puste eben nur für sechs und nicht acht schnelle Kilometer.

Längere Distanzen

Angst und bang wird mir vor der kommenden Woche, im Trainingsplan Woche 7. Da steht mir die erste längere Distanz bevor, 16 Kilometer. Eigentlich sollte ich sie schon letzten Sonntag laufen, aber weil ich beim Sportscheck Stadtlauf in der Viertelmarathon-Distanz gestartet bin, habe ich noch etwas Aufschub.

Zwischenfazit nach 100 Kilometern

Bisher bin ich ganz zufrieden mit dem myasics Trainingsplan. Es hilft mir total, einen definierten Plan zu haben und zu wissen, was ich tun muss, anstatt immer nur in’s Blaue rein zu trainieren. Die Flexibiliät mit der man die Trainingstage verschieben kann, gefällt mir ebenso gut. Ich zweifle aber daran ob es richtig war, mir 4 Tage pro Woche vorzunehmen oder ob drei nicht auch gereicht hätten. Wahrscheinlich wäre ich dann eben doch vier gelaufen, aber den zusätzlichen Lauf nach Lust und Laune. Das werde ich mir für’s nächste Mal auf jeden Fall überlegen. Was ich leider immer noch komplett vernachlässige, ist Krafttraining oder ein andere Ausgleichsport. (link). Das will ich mir auf jeden Fall für den September vornehmen.

Das war mein erstes Fazit. Weitere 397 muss ich noch laufen, bevor ich am 21. Oktober endlich beim Müggelsee Halbmarathon starte. Falls du wissen magst, wie genau mein Plan funktioniert, dann kannst du das hier lesen. Falls Dich meine Anfänge interessieren: hier erzähle ich von meinem allerersten Halbmarathon. Und falls Du Tipps für mich hast, wie ich mein Training noch besser gestalten kann: her damit!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.