Cafés für Frühaufsteher in Berlin

Teil 1: Friedrichshain & Kreuzberg

Montag Morgen: Erstmal Kaffee…

Eigentlich bin ich ja Tee-Liebhaberin, ich mag es sehr, die Woche am Montag Morgen mit einem Kaffee zu starten. Und das gerne nicht zu Hause, sondern in einem Café. Am liebsten natürlich in netter Gesellschaft. Berlin hat es mir in der Vergangenheit nicht immer leicht gemacht, denn die typischen Berliner Cafés öffnen oft frühestens um 10. Das war als Studentin OK, mittlerweile starte ich meinen Tag aber gerne bedeutend früher. Seitdem sich in Berlin was getan hat in Sachen Kaffeequalität (Danke, Third Wave Coffee Bewegung!) kann man endlich auch hier zu früher Stunde einen anständigen Kaffee bekommen. Nun gut, zwar noch nicht ganz früh (wie zum Beispiel in London oder New York), aber immerhin früh genug, damit ich die Woche entspannt in netter Atmosphäre starten kann. Viel Spaß mit meinen Café-Tipps für den Koffeinschub am Montag Morgen!

Café 9 (Kreuzberg)

Das kleine, an die Markthalle 9 angegliederte Café ist auf das Wesentliche reduziert. Statt gemütlicher Tische gibt es einen kleinen Tresen an der Fensterscheibe, durch die man das frühmorgendliche Kreuzberger Treiben beobachten kann. Betreiber Philipp Reichelt und sein Team nehmen mir durch ihre gute, aber sehr unaufgeregte Laune sofort den Montagsblues. Geröstet wird (noch) nicht selbst, aber neben dem speziellen Café 9 Blend gibt es immer wieder Gast-Kaffees aus aller Welt zu entdecken. Veganer werden hier übrigens auch glücklich, denn hier gibt es die beste Sojamilch, mit natürlich gereiften Soja-Bohnen vom Bodensee. Großes Plus: Das Café 9 öffnet seine Türen bereits um 7:30 Uhr.
Café 9 an der Markthalle Neun, Eisenbahn-Straße 42-43, Berlin-Kreuzberg. Mo-Sa ab 7:30 Uhr

Café µ (Friedrichshain)

Das Café mit dem ungewöhnlichen Namen (ausgesprochen „Mü“ – und müde sind wir ja alle am Montag Morgen) hat sich im Friedrichshainer Südkiez etabliert. Hier ist ebenfalls ein Philip am Werk, allerdings ein anderer mit Nachnamen Eckelmann. Dieser hat inmitten von Touri-Fallen eine kleine gemütliche Oase erschaffen hat. Serviert wird Passenger Kaffee und, wenn man Glück hat, der beste Carrot Cake Berlins. Wer Montag früh Punkt 8 vor der Tür steht muss manchmal etwas Geduld haben, früh kommen lohnt sich aber dennoch, denn es kann schnell recht voll werden.
Café µ, Libauer Straße 2, Berlin-Friedrichshain. Mo-Fr ab 8 Uhr, Samstag/Sonntag ab 10 Uhr

Haferkater (Friedrichshain)

Bist Du auch so Porridge-obsessed wie ich? Ich esse den guten alten Haferschleim schon seit vielen Jahren, was sicherlich auch mit meiner Großbritannien-Liebe zu tun hat. In Berlin war es lange schier unmöglich, überhaupt Porridge zu bekommen, ein gutes erst recht nicht. Zum Glück gibt es nun den Haferkater, der den guten alten Haferbrei in vielen süßen und pikanten Varianten anbietet. Morgens was Warmes im Magen macht mich einfach glücklich. Achja, der Kaffee mit Bohnen von „The Barn“ ist natürlich auch hervorragend.
Haferkater, Boxhagener Straße 76-78, Berlin-Friedrichshain. Mo-Fr ab 8 Uhr, Sa/So ab 9 Uhr

Fine Bagels (Friedrichshain)

Handgerollte Bagels New York Style, mit Avocado, Peanut-Butter oder klassischem Frischkäse-Shmear: Das Fine Bagels macht seinem Namen alle Ehre. Der Coffeeshop ist in die Buchhandlung Shakespeare & Sons integriert, wo man sich mit englischsprachiger Lektüre eindecken kann (super: der große Anteil an Romanen, die in Berlin spielen). Neben den besten Bageln Berlins (keine Diskussion!) macht man hier einen sehr anständigen Kaffee. Immer mal wieder gibt es Specials wie Challah French Toast, die mich gedanklich sofort nach New York beamen. Das Café-Bild wird zuweilen von Freelancern an ihren Macs dominiert, es gibt allerdings ausgewiesene, Laptop-freie Zonen.
Silo Coffee, Gabriel-Max-Straße 4, Mo-Fr ab 8:30 Uhr, Sa ab 9:30, So ab 10 Uhr

Wo trinkst Du Deinen Kaffee am liebsten? Fehlt ein ganz besonderes Café in meiner Auflistung? Sag‘ es mir in den Kommentaren!

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